Die Steinerne Rinne bei Rohrbach
Die „Steinernen Rinnen“ stellen eine geologische Besonderheit dar. Der Normalfall ist, dass das Erdreich durch das fließende Wasser abgetragen wird. Bei der „Steinernen Rinne“ geschieht jedoch genau das Gegenteil. Vorwiegend an Waldhängen sammelt sich in unterirdischen Becken kalkreiches Wasser.
Eine Tonschicht verhindert sein weiteres Versickern. Sobald nun das Wasser an die Oberfläche tritt, bildet sich aus dem Sauerstoff der Luft und dem kohlensauren Kalk des Wassers der sogenannte Kalktuff. Dieser überzieht dann Moose und Ästchen, wodurch im Laufe von vielen Jahren ein Damm gebildet wird. Auf diesem läuft in einer Rinne das kalkreiche Wasser des Bächleins dahin.
Die „Steinerne Rinne“ bei Rohrbach beginnt kurz nach dem Austritt aus dem Weißjura. Der vielfach gewundene Damm mit einer Höhe bis zu etwa 1 m endet nach ca. 80 m an einem größeren Bächlein. Die Rinne befindet sich in einem Laubwald, der eine üppige Bodenflora aufweist (Moose, Farne u.a.). Wasserfälle und Seen im Kleinformat unterbrechen den schnellen Lauf des Wassers.
Entlang der Rinne wurde ein Bohlenweg angelegt, so dass man dem Wasserlauf bequem von der Quelle bis zur Mündung folgen kann. Eine Orientierungstafel gibt nähere Erläuterungen.
Die "Steinerne Rinne" finden Sie, wenn Sie von Pleinfeld nach Fiegenstall fahren. Ab Fiegenstall ist der Weg zur "Steinernen Rinne" bereits ausgeschildert.
Märzenbecherwald bei Ettenstatt
Ein besonders seltenes Spiel der Natur kann man alljährlich Ende März, Anfang April am Albrandhang zwischen Ettenstatt und Kaltenbuch beobachten. Wie ein Teppich breiten sich dort zwischen Laubbäumen tausende von weißblühenden Märzenbechern mit ihren hellgrünen Blättern aus. In einer solchen Fülle und Größe dürften die langersehnten, süßduftenden Frühlingsboten wohl nirgends mehr sonst anzutreffen sein. Botaniker führen das Ereignis auf den sumpfigen Moorboden zurück, der dem Zwiebelgewächs sehr gut bekommt.
Bitte pflücken Sie die Pflanzen nicht, sie stehen unter Naturschutz.
Den Märzenbecherwald finden Sie, wenn Sie von Pleinfeld über Fiegenstall nach Ettenstatt fahren. Dort ist der Märzenbecher Wald ausgeschildert.